3. Platz Berufsorientierungswettbewerb

"3. Platz Berufsorientierungswettbewerb" Verleihung am 14. September 2018

 

"Tolle Begrüßung, toller Empfang", ließ der Vizepräsident der Handwerkskammer Stefan Füll verlauten und freute sich zusammen mit dem Geschäftsführer Andreas Haberl über die Begeisterung und Herzlichkeit der Darbietungen im Rahmen der Preisverleihung des "3. Platz im Berufsorientierungswettbewerb der Handwerkskammer" in der Aula der Schule.

Die Freude über die Auszeichnung war natürlich groß, zumal dies bereits die vierte Anerkennung für die Werner-von-Siemens Schule infolge ist: Erster Preis beim Besten Praktikumsbericht: Gero ten Hövel 2016, erster Preis beim IHK-Wirtschaftsführerschein - Felix Riemann 2017, 4. Platz beim IHK Schulpreis für die besten Hessischen Realschulen 2017.

Nun also der dritte Platz beim Berufsorientierungspreis der Handwerkskammer als großer Preis, der mit einem Preisgeld von 1000 Euro dotiert ist und eine Ausstrahlung auf die Region hat. Die Urkunde überreichten Füll und Haberl im Namen der Handwerkskammer Wiesbaden der Schulleiterin Bärbel Stein zusammen mit dem Scheck über das Preisgeld, das in den Werkraum investiert werden wird.

Anwesende Gäste in dieser Feierstunde waren nicht nur die Klassen 9 mit ihren Lehrkräften und Frau Elke Thoms, federführende Verantwortliche für die Berufsorientierung an der Werner-von-Siemens-Schule, sondern auch etliche Personaler aus verschiedenen Wiesbadener Unternehmen. Die Feierlichkeit fand nämlich am Ende der BOS-Woche statt, einer Woche, die ganz im Fokus der Berufsorientierung stand und in der die Klassen Betriebsbesichtigungen, Bewerbertrainings und verschiedene Coaching-Situationen durchlaufen haben. Durch die Preisverleihung wurde die Berufsorientierung der Werner-von-Siemens-Schule öffentlichkeitswirksam geehrt und Vertreter der regionalen Wirtschaft konnten sich von der Qualität der Arbeit an der Schule überzeugen.

Interessiert lauschten alle anwesenden Firmenvertreter und die Schulgemeinde der Laudatio des Vizepräsidenten Stefan Füll, der unter anderem die Einbeziehung der Eltern lobte, die im fächerübergreifenden Curriculum Berufsorientierung der Schule verankert ist. Dadurch zeigt sich ein hohes Engagement von allen Mitgliedern der Schulgemeinde und nur durch das Zusammenwirken aller kann eine erfolgreiche Berufswahl gelingen.

Die kleine Feierstunde wurde umrahmt durch zwei musikalische Ständchen der Bläserklasse 6c, angeleitet von Musiklehrer Stefan Nostitz. Die Kinder wussten ihre Zuhörer zu begeistern und hinterließen strahlende Gesichter bei den Erwachsenen.

Auch fünf junge Reporter der Radio-AG aus den Klassen 6 und 8 kamen zu Wort. Sie durften den Vizepräsidenten interviewen und wollten beispielsweise wissen, "was die Handwerkskammer ist" und  "warum die WvSSchule den Preis gewonnen hat". Füll erklärte, dass die Handwerkskammer Ansprechpartner für ihre circa 25.500 Betriebe sei und sich um die Belange der Unternehmen und Ausbildungsfragen kümmere. Als Gründe für den Wettbewerbsgewinn nannte er die vorbildliche Art und Weise wie die Berufsorientierung an der Werner-von-Siemens Schule umgesetzt werde. Die gute Zusammenarbeit der Lehrer und Eltern und den Werkunterricht in der 5. Klasse, der heutzutage nicht mehr selbstverständlich sei. Die Hinführung zur Arbeitswelt ist an der Schule vielfältig. In den Klassen 8 und 9 suchen die Schüler und Schülerinnen selber ihre Praktikumsbetriebe aus, neben Handwerksbetrieben auch im Bereich NaWI (Naturwissenschaften), in Laboren und im kaufmännischen Bereich. In der Berufsorientierungswoche finden Betriebserkundungen, Trainings -, Bewerbungsgespräche und Azubigespräche statt. Über den Austausch mit der Handwerkskammer (HWK) und der Industrie- und Handelskammer (IHK) hinaus, besteht eine enge  Zusammenarbeit mit dem Jobnavi und dadurch eine Einbindung in das Netzwerk "Beschäftigungsförderung der Stadt Wiesbaden".

Der Vizepräsident, der selber einen Malerbetrieb hat,  ermutigte die Jugendlichen zu dem Schritt ins Handwerk. "Keiner muss Angst haben, wenn er nach der zehnten Klasse abgeht", so Füll. Er spricht aus eigener Erfahrung und beteuert, dass das Handwerk gerade in der heutigen Zeit eine gute Wahl sei. "Da kann man am Abend sehen, was man am Tage gemacht hat", sagt Stefan Füll mit Begeisterung. Heute gäbe es so viele Möglichkeiten, manche machten schon mit 23 oder 24 Jahren den Meisterbrief. Und wer will, kann heutzutage mit dem Meisterbrief auch ein Studium antreten. Auch den typischen Männerhandwerksberuf oder Frauenberuf gäbe es nicht mehr.

Mit einem Vortrag am frisch restaurierten Steinway-Flügel konnte Nat Pennewitz, Klasse 10a, die Zuhörer in seinen Bann ziehen und der Veranstaltung einen besonders feierlichen Charakter verleihen. 

Alle Anwesenden erfreuten sich über den Erfolg der Schule und bekamen am Ende der kleinen Feierstunde einen leckeren Imbiss, der durch die Koch-AG bereits gestellt wurde.

Auch die Verantwortliche für die Berufsorientierung, Elke Thoms, die die Leitung der BOS-Woche innehatte, freute sich über die Auszeichnung. "Es ist ein schönes Gefühl, da sieht man, dass sich das Ganze gelohnt hat", erklärte sie zufrieden. Dank gilt darüber hinaus allen Beteiligten "für die engagierte Arbeit, den kollegialen Zusammenhalt und die Bereitschaft, über den Tellerrand der eigenen Fächer hinauszuschauen", betonte die Schulleiterin Bärbel Stein. Bei einer anschließenden Besichtigung der Werkräume durch die beiden Vertreter der Handwerkskammer versprach sie, dass das Preisgeld hier eingesetzt werde, damit sich die Rahmenbedingungen für den Werkunterricht weiter verbessern können.