Oberbürgermeister Sven Gerich besucht Werner-von-Siemens Schule

 

Oberbürgermeister Sven Gerich besuchte die Werner-von-Siemens Schule und verschaffe sich einen Überblick über die aktuelle Situation.

 

"Herzlich willkommen, Herr Gerich" strahlte es vom Monitor der Werner-von-Siemens-Schule am Donnerstagmorgen, 20. September 2018 und der ehemalige Siemensschüler konnte es kaum glauben, war er doch vor vielen Jahren hier selber zur Schule gegangen. Der Willkommensgruß berührte ihn sichtlich und versetzte ihn ins Lächeln. Was war da naheliegender als die Frage der Schulleiterin Bärbel Stein: "Haben Sie sich das träumen lassen?". "Nein", so seine prompte Antwort. Nicht nur ihm stand die Begeisterung ins Gesicht geschrieben, als er seine alte Schule besuchte, auch auf Seiten der Lernenden und des Kollegiums war die Freude groß.

Auf dem Plan stand am Donnerstagmorgen, 20. September 2018 zunächst ein Rundgang durch das renovierte Gebäude. Küche, Werkraum, Klassenräume der Fünftklässler, Bibliothek und Turnhalle wurden besichtigt. Der Rundgang wurde vom Schulleitungsteam, den Schulsprechern Fynn und Baran, den Leserittern Duygu und Houssam und dem Schulmaskottchen Deniz (Klasse 5c) begleitet. Auf die Frage, was sich verändert habe, antwortete der Bürgermeister, dass er sich noch gut daran erinnere, dass es auf jedem Stockwerk unterschiedlich farbige Türen gab. "Ganz unten blau, darüber rot und ganz oben grüne Türen", so der ehemalige Schüler, der mit der Mittleren Reife 1992 die Schule verlassen hat. Das ist natürlich schon eine Weile her, aber die Turnhalle gab es auch damals schon. Sie war damals zusammen mit 13 weiteren Turnhallen nach demselben Entwurf gebaut worden, nun sind sie in die Jahre gekommen und renovierungsbedürftig. Davon konnte sich Gerich bei dem Rundgang selbst überzeugen.

Eine Schülermensa gab es damals noch nicht, der große freundliche Raum von heute war früher zugemauert mit hohem Fensterband und beherbergte den Fachraum für technisches Zeichnen und dahinter den Musiksaal.

Gern denkt der Oberbürgermeister auch an den praxisnahen Unterricht zurück, "früher wurde hier noch gelötet und geschweißt", wirft er bei der Besichtigung des Kellers ein. Dort zeigte sich der Gast sehr beeindruckt von der modern ausgestatteten und schönen Lehrküche, in der ein Schülerteam einen frischen und leckeren Imbiss herstellte. Dieser wurde anschließend in der Lehreroase angeboten und die Pause dort bot die Gelegenheit, Gespräche zu führen mit dem vierköpfigen Schulleitungsteam, dem Schulamtsdirektor, Andreas Noll, einigen Kollegen und einem Vertreter des Fördervereins zur aktuellen Situation der Schule. Frisch gestärkt wohnte Gerich dem Mathematik-Unterricht einer 10. Abschlussklasse bei und beteiligte sich sogar. Wie ein richtiger Schüler konnte er sich hier das eine oder andere Mal das Vorsagen nicht verkneifen.

Weiter ging es in die Aula. Hier erwartete den Oberbürgermeister ein Konzert der Bläserklasse 6c unter der Leitung des Musiklehrers Stefan Nostitz und ein von den jungen Reportern der Radio-AG vorbereitetes Interview. Freundlich und mit viel Geduld beantwortete der ehemalige Siemens-Schüler auch ganz typische Schüler-Fragen wie: "Waren Sie ein guter Schüler?". Beherzt scherzte Gerich mit den Jugendlichen und verriet ihnen, dass er ein ganz normaler Schüler war, der zwar auch mal Mist gemacht habe, aber im Großen und Ganzen sei er doch eher ein lieber Schüler gewesen. Weiter ließ er die Interessierten wissen, dass er nie in der ersten und auch nie in der letzten Reihe gesessen habe. Und gab den Schülerinnen und Schülern einen Rat mit auf den Weg: "Ich habe in der Werner-von-Siemens Schule eine gute Basis mitbekommen. Ich war immer pünktlich und interessiert und habe gerne gelernt, außer während meiner pubertären Phase, da musste ich ein Schuljahr wiederholen. Danach war ich wieder fleißig und habe einen recht guten Schulabschluss gemacht.“

Die jungen Reporter von der Radio-AG zeigten sich beeindruckt von der Karriere des Oberbürgermeisters und wollten wissen, was denn der Auslöser dafür war, dass Sven Gerich in die Politik ging. Der zukünftige Oberbürgermeister hatte im Anschluss an die Mittlere Reife zuerst eine Ausbildung als Tischler absolviert. Über die spätere Mitarbeit in einer Druckerei kam er durch die Herstellung von Flyern mit der Politik in Berührung. Er war damals sehr kritisch und wollte viele Sachen unbedingt besser machen. Ganz bescheiden sagt er zu seiner Karriere: „Wenn man eine gute Basis hat, kann man sogar Oberbürgermeister werden".